wie sauber unser Wasser ist, sondern auch, wer wie viel Wasser nutzen darf!

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Wem gehört das Wasser?

Wasser ist ein Menschenrecht, kein Rohstoff für Profite

Wasser wird knapper. Gleichzeitig entnehmen Unternehmen, Kraftwerke und Industrie jedes Jahr Milliarden Liter aus Flüssen, Seen und Grundwasser. Mit der Klimakrise verschärft sich der Wettbewerb um die Ressource Wasser – besonders in Regionen, die bereits unter Trockenheit leiden. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie sauber unser Wasser ist, sondern auch, wer wie viel Wasser nutzen darf.

Immer häufiger stellt sich die Frage: Sollten Konzerne unbegrenzt Wasser entnehmen dürfen, während Kommunen zum Wassersparen aufrufen?

Wer verbraucht unser Wasser?

Der größte Teil der Wasserentnahmen in Deutschland entfällt auf Energieversorgung, Industrie und Landwirtschaft. Allein die nichtöffentliche Wasserversorgung, also Unternehmen mit eigenen Wasserrechten, entnahm 2022 rund 12,5 Milliarden Kubikmeter Wasser. Ein großer Teil davon wird zur Kühlung von Kraftwerken genutzt.

Die größten Wassernutzer der Industrie je Bundesland in Deutschland, in Millionen Kubikmeter

Doch auch andere Großverbraucher geraten zunehmend in den Fokus:

  • Getränkehersteller wie Red Bull
  • Industrieanlagen wie das Tesla-Werk in Grünheide
  • Daten- und Rechenzentren
  • Atomkraftwerke und künftig möglicherweise Mini-Atomkraftwerke

Gerade in Regionen mit sinkenden Grundwasserständen sorgen neue Wasserrechte regelmäßig für Konflikte zwischen Unternehmen, Kommunen und Bevölkerung.

Grafik Wasser: Kämpfe um eine immer knappere Ressource

Wasser ist keine unendliche Ressource

Deutschland gilt zwar insgesamt als wasserreich. Doch entscheidend ist, wie viel Wasser vor Ort verfügbar ist. Seit den Dürrejahren ab 2018 nehmen regionale Engpässe zu. In vielen Gebieten sinken die Grundwasserstände, Flüsse führen weniger Wasser und Nutzungskonflikte werden häufiger.

Deshalb reicht es nicht aus, nur über Wassersparen im Haushalt zu sprechen. Auch die größten Wasserverbraucher müssen in den Blick genommen werden.

Wer entscheidet über Wasserrechte?

Unternehmen benötigen Genehmigungen, um Grund- oder Oberflächenwasser entnehmen zu dürfen. Diese sogenannten Wasserrechte werden von den zuständigen Behörden vergeben.

Für die Öffentlichkeit ist jedoch oft schwer nachzuvollziehen,

  • wer wie viel Wasser entnehmen darf,
  • welche Unternehmen Wasserrechte besitzen,
  • welche Auswirkungen die Entnahmen auf die Region haben.

Mehr Transparenz ist deshalb eine Voraussetzung für eine gerechte Wasserpolitik.

Unsere Forderungen

Wasser ist ein öffentliches Gut und die Grundlage allen Lebens. Deshalb fordern wir:

  • Transparenz über Wasserrechte und Wasserentnahmen großer Verbraucher.
  • Verbindliche Obergrenzen für Wasserentnahmen – insbesondere in Regionen mit Wasserstress.
  • Vorrang für Mensch und Natur vor wirtschaftlichen Interessen.
  • Eine Wasserpolitik, die sich an den Folgen der Klimakrise orientiert und Wasser als Gemeingut schützt.

Denn Wasser darf nicht dort knapp werden, wo Menschen leben und Ökosysteme darauf angewiesen sind.

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